Die Schüler der Internationalen Klasse stehen im Garten vor ihrer Klasse für ein Gruppenfoto zusammen
Die vierte Internationale Klasse am Anfang des Schuljahres 2019/20

Ein flüchtlingspädagogisches Projekt mit Vorbildcharakter. Dieses Projekt, das in seiner ganzheitlichen Form bisher an keiner anderen Schule in der Steiermark umgesetzt wird, ist aus meiner Sicht äußerst zu befürworten. Ich bin der Auffassung, dass es sich im konkreten Fall um ein vorbildliches Modell handelt, das jede Förderung verdient.

Zitat der Bildungsdirektorin für Steiermark Dipl.Päd. Elisabeth Meixner; BEd

Organisation und pädagogische Leitung

Die IK wird durch ein pödagogisches Team geleitet und organisiert. Dieses Team besteht aus dem Klassenlehrer Andreas Kräuter, Handwerkslehrerin Heidrun Trenkler und Oberstufenlehrer Ernst Rose.

Auch Susanna und Volker Mastalier, die die Initiatoren der Internationalen Klasse sind, stehen nach wie vor in beratender, organisatorischer als auch in ausführender Tätigkeit dem Wohl der IK zur Verfügung.

Der Trägerverein SEKEM-Österreich stellt die finanziellen Mittel bereit, um das Projekt der IK zu ermöglichen. Hier ist vor allem der Vereinsobmann Dr. Hermann Becke täglich im Einsatz.

Seit wann es die Internationale Klasse gibt

SEKEM-Österreich widmet sich seit dem Schuljahr 2016/17 intensiv jugendlichen Flüchtlingen zwischen 16 und etwa 22 Jahren, die nicht mehr schulpflichtig sind, aber keinen Schulabschluss haben.

Seit 2017 besteht in Österreich zwar eine „Ausbildungspflicht für Jugendliche bis 18“, davon ist unsere Zielgruppe allerdings vom Gesetzgeber ausdrücklich ausgenommen.

Auch im vierten Jahr des Bestehens der Internationalen Klasse, ist sie in den Räumlichkeiten der Freien Waldorfschule Graz untergebracht und darf deren umfangreiche Einrichtungen mitbenützen.

Unsere Motivation

Wir sind der festen Überzeugung, dass wir gerade jenen jungen Menschen, die in existentieller Unsicherheit und belastender Sorge hier bei uns in Österreich leben, eine positive Perspektive bieten müssen und wollen.

Nicht umsonst legt die UN-Erklärung der Menschenrechte ausdrücklich fest:

Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung.

Artikel 26 UNO Menschenrechts-Charta

Ziele der Internationalen Klasse

Unser Projekt der Internationalen Klasse bereitet die jungen Menschen auf das Berufsleben vor. Gleichzeitig können sich die Schüler einen Pflichtschulabschluss erarbeiten.

Das Ziel ist eine nicht nur intellektuelle Bildung, sondern auch eine emotionale Verankerung, die Beheimatung und Ankommen in sich selbst und in unserer Gesellschaft möglich macht.

Auch dieses Jahr stehen wir wieder vor außerordentlich großen, finanziellen Herausforderungen. Die öffentliche Hand unterstützt leider noch immer nicht unsere menschenrechtlich verpflichtende Bildungsaufgabe.

Dank vieler Menschen, die unserem sommerlichen Spendenaufruf tatkräftig nachgekommen sind, ist der Betrieb der Internationalen Klasse zumindest bis Weihnachten gesichert – das Geld für die restlichen zwei Drittel fehlt uns allerdings noch.

UPDATE Anfang Februar 2020: nach dem derzeitigen Stand unserer Finanzen, gehen wir davon aus, dass wir die Internationale Klasse bis Ostern weiterführen können.

Bitte verhelfen Sie der Internationalen Klasse zu mehr Bekanntheit indem Sie Ihrer Familie, Ihren Freunden und Bekannten davon berichten – nutzen Sie Ihre Social Media Kanäle oder schreiben Sie auch einfach nur ein Email mit dem Link dieser Website – Vielen Dank!

Trägerverein SEKEM-Österreich und der Sekem-Impuls

Zurückgehend auf den Begründer von Sekem – Dr. Ibrahim Abouleish – steht Sekem nicht nur als Synonym für einen Impuls – vielmehr ist es ein wahr gewordener Traum eines Menschen der seinem Impuls auch gefolgt ist und dessen Blüten und Früchte bis heute eindrucksvoll veranschaulichen was denn alles möglich ist!

Der Sekem-Impuls will jegliche Art von Wüste verwandeln und zu einer gesunden Entwicklung des Wirtschafts-, Kultur- und Soziallebens beitragen.

Dieser Sekem-Impuls soll sich aber nicht allein auf Ägypten beschränken, sondern auch in Österreich wirken und gleichzeitig auch helfen, menschliche Wüsten wieder zu begrünen.

Wir sehen die Begegnung von Orient und Okzident als einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der „Koalition des Weltfriedens“.